Un viaggio in Italia

An mehreren Sonntagen bietet Isabella ab Mai einen Sprachkurs zum Thema „Made in Italy“ an, dabei werden in 20 Terminen alle 20 Regionen Italiens mit einem Themenfokus besprochen. Es geht darum, ins Sprechen zu kommen (auf Italienisch) und dabei auch landeskundlichen Input zu erhalten. Thema: Kommunikationskurs „Reise nach Italien“, Anekdoten und Fakten aus der Geschichte von Produkten „Made in Italy“
Niveau (mindestens) B1
Termine:
Sonntags um 14 Uhr, zunächst als Onlinekurs, später ggfs. in Präsenz), Insgesamt 20 Termine (je 90 min)


Erste „Etappe“: 02.Mai 2021 / 09. Mai 2021 / 23. Mai 2021
Zweite „Etappe“: 6. Juni 2021/ 20. Juni 2021/ 4. Juli 2021

Kosten: Mit 15 € „löst ihr ein Ticket für die erste Etappe“ (also für drei Termine)
Anmeldung per Mail, formlos an info@italienverein.de

Un viaggio in Italia alla scoperta di prodotti alimentari, tradizioni e materiali. Venti tappe, tante sono le regioni italiane, venti tappe di un’oretta per scoprire insieme aspetti quasi sconosciuti del Bel Paese. Un’occasione per viaggiare almeno con le parole e le immagini in questi tempi di lockdown, per imparare qualche nuova parola in italiano e chissà forse anche guardare con occhi nuovi quanto già conosciamo.
Andremo a scoprire dove sono nati i fusilli, capiremo perchè in Emilia da secoli funziona perfettamente un sistema agroalimentare che vede uniti, salumi, parmigiano e conserva di pomodoro, percorreremo la
Via della Lana e andremo a visitare distretti produttivi unici nel suo genere.
Si parlerà in italiano ma anche in tedesco, viaggeremo ma soprattutto sarà un momento per stare insieme.

Prima tappa:
Calabria – La liquirizia e la Fabbrica Amarelli ( 2 maggio 2021)
Toscana – Sammontana: il Gelato all’Italiana (9 maggio 2021)
Lombardia – Un mondo di plastica. Kartell (23 maggio 2021)

Seconda tappa:

Abruzzo – Il nostro oro giallo: lo zafferano abruzzese (06 giunio 2021)
Sicilia – Le tonnare (20 giunio 2021)
Val D’Aosta – Museo della Fontina (4 luglio 2021)

Altre „stazioni“

Piemonte – La via della Lana
Liguria – La storia dell’olio
Veneto – La magia dei tessuti e la Casa Rubelli
Trentino Alto Adige – Il museo dell’Aeronautica Caproni
Friuli Venezia Giulia – Il distretto della sedia
Emilia Romagna – Conserva di pomodoro, parmigiano e salumi
Marche – La Poltrona Frau
Lazio – Una fabbrica di Biscotti: la Gentilini
Umbria – Il Museo del Tartufo
Campania – San Leucio e la seta
Basilicata – L’Amaro Lucano
Molise – Tra cavatelli e fusilli
Puglia – I confetti
Saredegna – I Pibiones e la moda

Un Saluto

Nessun incontro faccia a faccia, nessun appuntamento di Piedini, nessuna lezione. Molto di quello che ha caratterizzato la nostra vita associativa non è più possibile.
Il Corona ci ha cambiato la vita. Ci siamo dovuti adattare a queste nuove condizioni. Ma le parole hanno acquisito ancora più importanza e così la lingua. E allora non abbiamio perso occasione per mantenere la nostra passione, in un modo nuovo e alternativo, ma che permettesse alla nostra associazione di rimanere piena di vita.
I corsi per zoom, le telefonate, i video sono solo alcuni degli esempi di soluzioni creative per rimanere in contatto. E per il 2021 speriamo che ci arrivino molte buone notizie e che si mantenga la flessibilità che ci ha insegnato il 2020.
Buon Natale e buon anno a tutti

Keine Treffen von Angesicht zu Angesicht, kein Piedini, kein Präsenzunterricht. Vieles, was uns als Italienverein ausmacht, konnte in diesem Jahr nicht stattfinden.

Die Corona Krise hat weltweit unser aller Leben und das Leben unseres Vereins verändert. Wir mussten und müssen uns an die neuen Bedingungen anpassen, auf Abstand gehen. Wir alle sehnen uns nach „Normalität“. Wo die körperliche Nähe fehlt, werden Worte immer wichtiger. Lasst uns trotz der Beschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen unserer gemeinsamen Leidenschaft Italien und der italienischen Sprache auf anderen Wegen  weiter nachgehen, bis wir irgendwann wieder unbeschwert gemeinsam unseren Verein mit Leben füllen können.  So sind wir in vielem auch flexibler und kreativer geworden.

Lasst uns zuversichtlich bleiben! Weihnachten – das Fest des Lichts und der Jahreswechsel rücken näher.  Frohe Weihnachten und ein gutes, helleres 2021 wünschen wir euch und euren Familien. Bleibt gesund!

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen

In forma per L’Italia

In den nächsten Tagen wird von uns allen erwartet, dass wir viel Zeit zu Hause verbringen.
Wir haben einen italienischen Sport-Trainer gebeten, uns einige Übungen mit und ohne Hilfsmittel für zu Hause zu beschreiben. Diesen Teil findet ihr hier auf unserer Webseite.

Im Jahr 2021 wird die Region rund um den Monte Bianco die Europäische Sport Kommune sein. Wir haben den Trainer Fabio darum gebeten, die Übungen speziell als Vorbereitung auf das Wandern im Aostatal auszusuchen und einen Wochenplan für das häusliche Training zu erstellen. Und das alles auf ITALIENISCH. So könnt ihr Bewegung und die italienische Sprache verbinden. Das geht für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis!

Vielleicht wird es ja im nächsten Jahr eine Reise in die Region geben, sofern es das Geschehen rund um die Pandemie es zulässt. Drücken wir die Daumen und halten uns fit!

Zunächst haben wir dem Trainer Fabio diese drei Fragen gestellt:

  1. Perché è necessario prepararsi per un’escursione in montagna?
  2. Ha senso allenare anche la schiena e la parte alta del corpo, se per fare delle escursioni si usano le gambe?
  3. Quanto c’è di vero nella convinzione che chi fa ciclismo, chi nuota o, in generale, chi pratica altri sport, è già pronto per un’escursione in Val d’Aosta?

Die Antworten dazu findet ihr in diesem Dokument (PDF auf italienisch)

Um das 12-wöchige Programm zu beginnen, lest bitte zuerst diese Hinweise und schätzt, dann ein, auf welchem Niveau ihr sportlich aktiv sein wollt.

Ladet euch dann den entsprechenden Trainingsplan herunter. Über den Link gelangt ihr zu unserem Youtube Kanal und den Erklärvideos für die Übungen

Raccomandazioni prima di iniziare l’allenamento.

Troverai 3 programmi di allenamento mirati a 3 tipologie diverse di utenti:

  • programma principiante, mirato a chi non fa attività e che ha una vita sedentaria,
  • programma intermedio, mirato a chi fa già attività sportiva
  • programma avanzato, mirato a chi ha già una forma fisica molto buona e cerca di migliorare la propria performance

Non c’è un limite di volte in cui ripetere la scheda nel corso della settimana ma si consiglia 2-3-4 volte al massimo in modo da tenere sempre un giorno di riposo tra una sessione d’allenamento e quella precedente. Se qualche esercizio risulta troppo difficile, non scoraggiarsi, ma cercare di ridurre il numero di ripetizioni o aumentare il riposo tra una serie e l’altra, per poi riprovarci la volta seguente.
Ogni programma dura 12 settimane (3 mesi). Per chi parte da un livello avanzato, potendo già contare su una buona forma fisica basterà programmare gli allenamenti 3 mesi prima delle date programmate per le escursioni in Val d’Aosta.
Per chi invece parte da un livelle di preparazione fisica più bassa il consiglio è quello di partire con 9 mesi d’anticipo, in modo d’aver tempo per concludere tutti e 3 i programmi d’allenamento.

Europawoche 2020

Europaweit: Social Media und die Entwicklung sozialer Bewegungen

In politisch aufwühlenden Zeiten verlieren immer mehr Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in Regierungen und politische Entscheidungsträger. Immer häufiger drücken sie ihren Unmut in Protestbewegungen aus, die aus der Bürgerschaft entstehen und bewusst unparteiisch bleiben.
In aller Munde sind Bewegungen wie „Fridays for future“ oder „Le Sardine“, welche ihre Ursprünge in Italien hat.

Im Rahmen der Europawoche 2020 hatten wir als Verein eine Diskussionsveranstaltung geplant, in der wir Vertreter*innen der Bewegungen sowie einen Experten zu Wort kommen lassen wollten.
Dabei sollte u.a. den Fragen nachgegangen werden, welche Rolle Social Media bei der Entwicklung der Bewegungen spielten, welche Beziehung sie zu den etablierten Medien haben und was dies für den gesellschaftlichen Diskurs und eine gemeinsame Öffentlichkeit bedeutet.
Das Corona-Virus legte allerdings auch unsere Planungen lahm und wir konnten die Veranstaltung nicht durchführen. Wir wollten das Thema aber nicht fallen lassen, zumal sich zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger weltweit nach wie vor „in Bewegung“ sind.


Deshalb haben wir mit unseren vorgesehen Diskussionsgästen Videointerviews geführt, welche wir an dieser Stelle veröffentlichen.
Auf dieser Seite findet ihr die Interviews mit Thokozile Matucci von der Sardinenbewegung aus Berlin und mit Sarah von Fridays for Future Dortmund. Sie geben uns einen Einblick in ihre Arbeit und erklären ihre Motivation, sich in einer sozialen Bewegung zu engagieren sowie deren Anliegen.

1_ Stell dich/ Stellen Sie sich kurz vor?
/Presentazione

Wir haben Sarah und Thokozile neun weitere Fragen gestellt, deren Antworten ihr weiter unten einzeln findet.

Zusätzlich zu den beiden Stimmen seitens der oben genannten Bewegungen, haben wir ein Interview mit Prof. Dr. Armin Scholl von der Universität Münster geführt, er ist ebenfalls am Institut für Protest- und Bewegungsforschung als Moderator im Arbeitskreis Medien aktiv.
Im Gespräch mit dem Italienverein erläutert er das Wesen von sozialen Bewegungen sowie die Rolle von etablierten und Onlinemedien bei deren Entwicklung. Zudem gibt er einen Einblick in aktuelle Forschungsfragen.

1_ Seit wann spricht man in der Wissenschaft von einer Protestbewegung in den sozialen Medien?

2_Wie werden Protestbewegungen definiert?

3_Gibt es verschiedene Typisierungen?

4_ Was sind die Ziele der wissenschaftliche Untersuchung?

5_ Warum wird der Begriff „Aktivist“ in einigen Kontexten negativ und in einigen positiv verstanden?

Interviews mit Thokozile Matucci von der Sardinenbewegung aus Berlin und mit Sarah von Fridays for Future Dortmund

2_ Für welche Bewegung engagierst du dich/ engagieren Sie sich und welches sind die Ziele?/ Qual é e di che cosa si occupa il movimento di cui fai parte?

3_ Was genau ist deine/ Ihre Rolle innerhalb der Bewegung? / Qual é il tuo ruolo presso il movimento?

4_Was war der Auslöser bzw. wodurch wurde dein/ Ihr politisches Interesse geweckt?/ Quando e come hai capito che dovevi attivarti per questa causa?

5_Welche Rolle spielen die Medien für eure/ Ihre Bewegung?/ Qual é il ruolo dei media nella causa per cui batti ?

6_ Wo liegen die Stärken an persönlicher Präsenz und an den Online Medien wie den sozialen Kanälen? / Meglio in piazza o online? Perché?

7_ Was macht man mit denjenigen, die den Zielen gegenüber gleichgültig auftreten?/ Che cosa rispondi a chi dice „questo problema non mi riguarda“?

8_Wie geht ihr/ gehen Sie mit den „Gegnern“ um? / Come reagisci/reagisce il movimento a chi oppone?

9_ Was würdest du anderen empfeheln, die sich selbst engagieren wollen? / Cosa consiglieresti a chi sente di voler fare qualcosa, ma non sa da dove iniziare?

10_ Was wäre dir noch wichtig zu sagen? / C‘ é qualcosa che vorresti dire e che ancora non abbiamo detto?

Fazit

Soziale Bewegungen entstehen, wenn gegen kulturelle, soziale, ökonomische oder politische Zustände in einer Gesellschaft protestiert wird. Dabei sind diese Bewegungen nicht in den politischen Institutionen verankert sondern wirken von außen. Protestbewegungen sind in ihrem Wesen sehr unterschiedlich. Vereinfacht lassen sie sich unterteilen in progressive/emanzipatorische Bewegungen auf der einen und konservativ/reaktionäre Bewegungen auf der anderen Seite. Eine Form dazwischen sind die Umweltbewegungen, zwar ist deren Ziel meist eine ursprüngliche Bewahrung (hier der Umwelt), sind sie doch aber meist politisch progressiv. Tatsächlich verfolgen die meisten sozialen Bewegungen Ziele im Bereich der Bürgerrechte oder des Umweltschutzes.
Die Medien spielen bei der Entwicklung sozialer Bewegungen eine zentrale Rolle, da der Protest ihre Aufmerksamkeit braucht, um Wirkung zu entfalten. Die sozialen Medien erleben dabei seit dem Arabischen Frühling 2010 eine nachhaltige Veränderung. Zunächst hauptsächlich für private Inhalte genutzt, entwickeln sie sich in Windeseile zu dem wichtigsten Verbreitungsmedium der Protestwelle und als Alternative zu einer etablierten und unfreien Presse.

Soziale Protestgruppen nutzen heute weiterhin Social Media, um ihre Anliegen zu verbreiten und die Menschen zu mobilisieren. Teilweise sind sie sogar durch sie entstanden, wie wir am Beispiel der Sardinen-Bewegung sehen. Trotzdem wird in den Interviews deutlich, dass die Präsenz auf der Straße in Form von Demos und anderen Aktionen nicht zu unterschätzen ist. Schließlich erreichen sie mit diesen großangelegten Aktionen auch die Aufmerksamkeit der etablierten Medien. Dies geschieht vor allem durch
provokative Methoden oder Methoden des zivilen Ungehorsams, weshalb die Medien meist negativ davon berichten. Sarah von Fridays for Future Dortmund gibt hier das Beispiel, dass zu Beginn das “Schuleschwänzen” medial sehr polarisierte, der Umstand dass sie mittlerweile nachmittags nach der Schule demonstrieren hingegen wurde in der Berichterstattung nicht kommentiert.

Was bewirken soziale Bewegungen durch ihren Protest?
Die Erfolge sozialer Bewegungen sind meist schwer messbar, da sich ihre Forderungen selten in konkreten politischen Reformen niederschlagen. Trotzdem bewirken sie gerade auf kultureller Ebene sehr viel, da sich der öffentliche Diskurs verschiebt. Gesellschaftliche Probleme werden öffentlich gemacht und neu diskutiert. Der Klimawandel zum Beispiel ist
ein seit Jahrzehnten bestehendes Problem, das jetzt durch Fridays for Future oder Extinction Rebellion neu in den Fokus gerückt wurde. In diesem Sinne haben soziale Bewegungen viel verändert, durch ihr vernetztes Vorgehen auch europa- oder sogar weltweit, was durch die Nutzung von Social Media leichter wurde.

Die Interviews führte Irene Gallerani. Text: Andrea Wisotzki